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Auflager Stahlträger
Udo Piechottka
2009-12-01 22:16:13 UTC
Hallo zusammen,

ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?

Danke für die Tips - Udo
Robert Pflüger
2009-12-01 22:59:26 UTC
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
Mindest ein Lager als Gleitlager :-)
Mindest einen Fixpunkt, wenn es keine Mittelstütze geben soll, gibt es
für den Fixpunkt eventuell andere Kriterien aus der restlichen Konstruktion.

einfacher wärs, nicht die Gebäudewände zu nutzen, sondern eigene Stützen
für die Überdachung aufzustellen. zumindest auf der Seite wo die
temperaturbedingte Längenänderung sich auswirken darf.
--
mit freundlichem Gruß


Robert


Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Thomas Hu"bner
2009-12-02 09:33:14 UTC
Post by Robert Pflüger
Post by Udo Piechottka
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung
zuzulassen?
Mindest ein Lager als Gleitlager :-)
Mit Führung.
--
Thomas
Hans Beiger
2009-12-02 12:18:20 UTC
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
Hallo,

die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm pro 10
Meter. Besondere Maßnahmen sind bei deinem Projekt entbehrlich.

Gruß Hans
Robert Pflüger
2009-12-02 13:23:03 UTC
Post by Hans Beiger
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
Hallo,
die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm pro 10
Meter. Besondere Maßnahmen sind bei deinem Projekt entbehrlich.
Gruß Hans
Stahl hat einen temperaturbedingten Längenausdehungskoeffizienten von
ca. 13 * 10 hoch-6 -> 0,000013

Im Freibereich sollte man schon von -15°C bis +35°C bemessen, bei
direkter Sonneneinstrahlung wohl bis +60°C. Im ungünstigen Fall ist
Delta T also 75 Kelvin.

Die Längenänderung beträgt demnach:
0,000013 * 6.000 mm * 75 = 5,85 mm
--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Martin Trautmann
2009-12-02 13:33:46 UTC
Post by Robert Pflüger
Im Freibereich sollte man schon von -15°C bis +35°C bemessen, bei
direkter Sonneneinstrahlung wohl bis +60°C. Im ungünstigen Fall ist
Delta T also 75 Kelvin.
0,000013 * 6.000 mm * 75 = 5,85 mm
Absolut mag das richtig sein - das Material drum herum bleibt aber auf
-15 Grad, waehrend der Stahltraeger sich alleine auf +60 Grad aufheizt,
mit unmittelbarem mechanischem Kontakt, aber voellig ohne thermischem
Kontakt? Wie geht das? Oder welches Material ist das, das
Ausdehungskoeffizient null aufweist?

Schoenen Gruss
Martin
Holger Lembke
2009-12-02 13:44:52 UTC
Post by Martin Trautmann
Absolut mag das richtig sein - das Material drum herum bleibt aber auf
-15 Grad, waehrend der Stahltraeger sich alleine auf +60 Grad aufheizt,
mit unmittelbarem mechanischem Kontakt, aber voellig ohne thermischem
Kontakt? Wie geht das? Oder welches Material ist das, das
Ausdehungskoeffizient null aufweist?
Stimmt. Und mit viel Pech ergibt sich für die senkrechte Auflage eine
asymetische Ausdehnung.

Dein Hinweis macht es also noch viel schlimmer, als allein die Längsdehnung
es schon macht.
--
mit freundlichen Grüßen! Password Must Be at Least 18770 Characters
Holgi, +49-531-3497854 ! Can't Repeat Any of Your Previous 30689 Passwords
Thomas Hu"bner
2009-12-02 14:29:59 UTC
Post by Udo Piechottka
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung
zuzulassen?
Beidseitig Konsolauflieger mit PTFE-Platten als Gleitlager, 50 mm Schiebeweg
und Abhebesicherung (Klauenführung).
Auch wenn eine Seite fest sein könnte. Doch weißt du, das die Wand macht?
Sie möchtest du die Kräfte in die Wand einleiten? Reaktionharzanker?
Gewindestangen mit Gegenplatte?
Besser: Beideitig Stützen mit separatem Fundament.
--
Thomas
Robert Pflüger
2009-12-02 15:22:19 UTC
Post by Martin Trautmann
...
Absolut mag das richtig sein - das Material drum herum bleibt aber auf
-15 Grad, waehrend der Stahltraeger sich alleine auf +60 Grad aufheizt,
mit unmittelbarem mechanischem Kontakt, aber voellig ohne thermischem
Kontakt? Wie geht das? Oder welches Material ist das, das
Ausdehungskoeffizient null aufweist?
stell dir einfach zwei Häuser vor die im Abstand von 6 Meter gebaut
sind. Unter der nicht ganz realistischen Annahme, dass dieser Abstand in
x Meter oberhalb der Geländefläche sommers und winters exakt gleich
bleibt, hat man dennoch den Stahlträger dazwischen dessen Länge sich um
bis zu 6 mm ändern wird. Wenn der Träger beidseitig
eingemauert/einbetoniert ist wird es keine sonderliche Überraschung
sein, wenn sich ein Riss auf tut. Aucßer es wären zwei Hochhäuser mit
Stahlbetonwänden und der Träger wär jeweils im EG befestigt, dann
verbiegt sich wahrscheinlich eher der Träger.
--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Hans Beiger
2009-12-02 15:30:13 UTC
Post by Robert Pflüger
Post by Hans Beiger
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
Hallo,
die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm pro
10 Meter. Besondere Maßnahmen sind bei deinem Projekt entbehrlich.
Gruß Hans
Stahl hat einen temperaturbedingten Längenausdehungskoeffizienten von
ca. 13 * 10 hoch-6 -> 0,000013
Im Freibereich sollte man schon von -15°C bis +35°C bemessen, bei
direkter Sonneneinstrahlung wohl bis +60°C. Im ungünstigen Fall ist
Delta T also 75 Kelvin.
0,000013 * 6.000 mm * 75 = 5,85 mm
Als fauler Heimwerker habe ich die Rechnung stark vereinfacht und sogar
noch 0,05 mm unterschlagen.

Also 10 Meter pro 10 Kelvin = 1,15 mm Längenausdehnung. Ich nehme jetzt
einen Bereich von -20 Grad Celsius bis +60 Grad Celsius an, also 80
Kelvin. Der Träger wird bei 20 Grad Minus absolut spielfrei eingebaut.
Im nächsten Sommer erwärmt sich der Träger auf 60 Grad Celsius und wird
dabei 5,52 mm länger. Das wird dann leider zum Einsturz beider Gebäude
führen. Also muss da unbedingt ein Statiker ran der die Probleme am
Schreibtisch löst. Auf die praktische Erfahrung von Handwerkern sollte
man sich keineswegs verlassen, viel zu gefährlich.

Gruß Hans
Ernst Sauer
2009-12-02 16:30:34 UTC
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
In Längsrichtung tut sich da nicht so viel, vielleicht 2 bis 3mm.
Wenn der Träger stirnseitig nicht stramm gegen andere
Bauteile drücken kann, dann reichen im Normalfall
2 Lagen Dachpappe unter dem Auflager.

Wichtiger ist es, dass Du die Verformungen aus den Lasten
berücksichtigst, also z.B. die Winkelverdrehungen am Auflager.
Bei 6 m Spannweite sollte man schon eine Zentrierleiste bzw. -fläche
ausbilden, jedenfalls bei höheren Lasten.

Mit Gruß
Ernst Sauer
Robert Pflüger
2009-12-02 17:37:15 UTC
...Das wird dann leider zum Einsturz beider Gebäude
führen.
das sicher nicht, aber es gibt Zeitgenossen denen Risse nicht gefallen.

Wenn ich persönlich soe inen Träger zwischen zwei Wände einbauen müsste,
ich würde auch eine definiere "Dehnungsstelle" einbauen und nicht
abwarten ob es vieleicht doch hält und wenn nein, wo es dann reisst.

Mit Silikon ist da auch kaum was zu machen, denn bei 20%
Dehnungsfähigkeit müsste eine Silikonfuge ca 3 cm breit und dabei noch
fachgerecht ausgeführt sein.
Wenn die Last gering ist, eventuell beidseitig ein Konsolenauflager und
den Träger mit Langloch anschrauben, aber nicht zu fest anziehen und
eventuell eine Gleitfolie dazwischen.
--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Ernst Sauer
2009-12-02 17:55:54 UTC
Post by Robert Pflüger
eventuell beidseitig ein Konsolenauflager und
ein nachträgliches Konsolenauflager auf/bei/in
einer Wand (vielleicht auch noch Mauerwerkswand)
oh, oh, oh ...

E. S.
Hans Beiger
2009-12-02 19:15:31 UTC
Post by Robert Pflüger
das sicher nicht, aber es gibt Zeitgenossen denen Risse nicht gefallen.
Wenn ich persönlich soe inen Träger zwischen zwei Wände einbauen müsste,
ich würde auch eine definiere "Dehnungsstelle" einbauen und nicht
abwarten ob es vieleicht doch hält und wenn nein, wo es dann reisst.
Mit Silikon ist da auch kaum was zu machen, denn bei 20%
Dehnungsfähigkeit müsste eine Silikonfuge ca 3 cm breit und dabei noch
fachgerecht ausgeführt sein.
Wenn die Last gering ist, eventuell beidseitig ein Konsolenauflager und
den Träger mit Langloch anschrauben, aber nicht zu fest anziehen und
eventuell eine Gleitfolie dazwischen.
Hoffentlich hast du noch genügend Verstand um zu erkennen wie lächerlich
deine Argumente sind.

Tschüß
ed wolf
2009-12-02 19:48:13 UTC
Post by Hans Beiger
Post by Robert Pflüger
Post by Hans Beiger
Post by Udo Piechottka
Hallo zusammen,
ich möchte einen Stahlträger mit 6m Länge als Auflage für eine
Überdachung zwischen zwei Gebäuden jeweils in der Wand einlagern. Wie
führt man fachgerecht die Lager aus, um die Dehnungsbewegung zuzulassen?
Danke für die Tips - Udo
Hallo,
die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm pro
10 Meter. Besondere Maßnahmen sind bei deinem Projekt entbehrlich.
Gruß  Hans
Stahl hat einen temperaturbedingten Längenausdehungskoeffizienten von
ca. 13 * 10 hoch-6 -> 0,000013
Im Freibereich sollte man schon von -15°C bis +35°C bemessen, bei
direkter Sonneneinstrahlung wohl bis +60°C. Im ungünstigen Fall ist
Delta T also 75 Kelvin.
0,000013 * 6.000 mm * 75 = 5,85 mm
Als fauler Heimwerker habe ich die Rechnung stark vereinfacht und sogar
noch 0,05 mm unterschlagen.
Also 10 Meter pro 10 Kelvin = 1,15 mm Längenausdehnung. Ich nehme jetzt
einen Bereich von -20 Grad Celsius bis +60 Grad Celsius an, also 80
Kelvin. Der Träger wird bei 20 Grad Minus absolut spielfrei eingebaut.
Im nächsten Sommer erwärmt sich der Träger auf 60 Grad Celsius und wird
dabei 5,52 mm länger. Das wird dann leider zum Einsturz beider Gebäude
führen. Also muss da unbedingt ein Statiker ran der die Probleme am
Schreibtisch löst. Auf die praktische Erfahrung von Handwerkern sollte
man sich keineswegs verlassen, viel zu gefährlich.
Gruß  Hans
Hallo,
auf die "praktischen Erfahrungen" von Handwerkern , die über Physik,
Statik, Umweltschutz, Schallschutz etc ignorant oder hochnäsig
reden geb ich keinen Pfifferling. Erst das ernsthafte Beschäftigen
und Verständnis im Detail führt über Jahre zu Erfahrungen.
Komischerweise kommen dann aber keine Hau-ruck-Sprüche
mehr. Warum sollte man denn die uralte Handwerkerweisheit
ignorieren, daß verschiedene Bauteile nie starr verbunden werden?
Betonauflager, verzinkte Stahlplatte drauf, Träger mit Luft nach
hinten (Dämmwolle) drauf, mit Dachbahn einpacken und
einbetonieren/ einputzen. Andere Seite im Betonauflager verankern.
Das wäre so die grobe Schlosserlösung . Eventuell knackt das
Auflager bei Temperaturänderungen, falls das stört gibt es
irgendein Teflon oÄ Zeugs dafür, kenn ich mich nicht aus mit.
ed
Robert Pflüger
2009-12-02 20:29:45 UTC
Post by Ernst Sauer
Post by Robert Pflüger
eventuell beidseitig ein Konsolenauflager und
ein nachträgliches Konsolenauflager auf/bei/in
einer Wand (vielleicht auch noch Mauerwerkswand)
oh, oh, oh ...
E. S.
es muss ja nur einen sehr kurzen Kragarm haben. oder kann (wie ein
Balkenschuh) nach oben gehängt werden, wenn er denn die zuvor schon
vorgeschlagenen Stützen nicht haben will.
Wenns nur eine Gartenmaer wär, ... aber er schrieb "Gebäude".
--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Robert Pflüger
2009-12-02 20:30:25 UTC
Post by Hans Beiger
...
Hoffentlich hast du noch genügend Verstand um zu erkennen wie lächerlich
deine Argumente sind.
wer keine Sach-argumente mehr hat ...
--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
Harald Klotz
2009-12-03 03:37:27 UTC
Post by Martin Trautmann
Absolut mag das richtig sein - das Material drum herum bleibt aber
auf -15 Grad, waehrend der Stahltraeger sich alleine auf +60 Grad
aufheizt, mit unmittelbarem mechanischem Kontakt, aber voellig ohne
thermischem Kontakt? Wie geht das? Oder welches Material ist das,
das Ausdehungskoeffizient null aufweist?
Selbst wenn alles gleichmässig aufheizt, warum sollte sich das
Auflager durch die Erwärmung verbiegen?

Harald
Harald Klotz
2009-12-03 03:37:26 UTC
Post by Hans Beiger
die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm
pro 10 Meter.
Ich habe deine Angaben nicht nachgerechnet, sie erscheinen aber
plausibel.

Direkt in der Sonne, ohne Wind kann der Träger sich durchaus auf
60-70° aufheizen, im Winter im Extrem auf -30° kommen. Das sind dann
bis 11mm.

Harald
Hans Beiger
2009-12-03 22:20:52 UTC
Post by Harald Klotz
Post by Hans Beiger
die Dehnung beträgt bei 10 Grad Temperaturunterschied etwa 1,1 mm
pro 10 Meter.
Ich habe deine Angaben nicht nachgerechnet, sie erscheinen aber
plausibel.
Direkt in der Sonne, ohne Wind kann der Träger sich durchaus auf
60-70° aufheizen, im Winter im Extrem auf -30° kommen. Das sind dann
bis 11mm.
Harald
Richtig, sind bei 6m gerade mal 6,6 mm. Grob geschätzt heißt das, daß
der bei einem Einbau bei Normaltemperatur im einen Extrem 3mm kürzer
wird, im anderen Extrem wächst der um 3mm.

Das liegt für den normalen Heimwerker schon außerhalb seiner
Meßmöglichkeiten.

Hans

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