(zu alt für eine Antwort)
Wasserrohrbruch
Marianne Bloss
2006-06-18 13:24:26 UTC
Im Haus meiner Mutter ist ein Wasserrohrbruch im Bad aufgetreten, schon zum
zweiten Mal. Morgen früh werden wir die Versicherung verständigen, die
schicken dann jemanden mit einem Leckage-Suchgerät und tauschen die Leitung
aus. Die Warmwasserleitungen aus Kupfer wurden ~1978 verlegt, und der
Installateur, der sich heute schon gemeldet hat, sagte, dass zu dieser Zeit
schadhaftes Material zum Einsatz gekommen sei.

Ob es wohl Sinn macht, der Allianz vorzuschlagen, gleich alle Leitungen
auszutauschen, um einem weiteren Schaden vorzubeugen, und welches Material
sollte es sein? Käme nicht PE in Frage? Danke für Infos.

Gruß
Marianne
Volker Neurath
2006-06-18 18:15:12 UTC
Post by Marianne Bloss
Im Haus meiner Mutter ist ein Wasserrohrbruch im Bad aufgetreten,
schon zum zweiten Mal. Morgen früh werden wir die Versicherung
verständigen, die schicken dann jemanden mit einem Leckage-Suchgerät
und tauschen die Leitung aus.
Sorry, aber: die *Versicherung* sucht nichts und tauscht auch nichts
aus. Und Leckage-Suchgerät für Wasserrohrbrüche? Was, bitte, soll das
sein?
Post by Marianne Bloss
Ob es wohl Sinn macht, der Allianz vorzuschlagen, gleich alle
Leitungen auszutauschen, um einem weiteren Schaden vorzubeugen,
Kannst es versuchen.
Post by Marianne Bloss
welches Material sollte es sein? Käme nicht PE in Frage? Danke für
Kunststoff, genau. Am sinnvollsten ist *meiner* Meinung nach ein "Rohr
im rohr" System.

Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, das TCPA verhindert werden muss
Marianne Bloss
2006-06-18 18:27:06 UTC
Post by Volker Neurath
Sorry, aber: die *Versicherung* sucht nichts und tauscht auch nichts
aus.
Die von der Versicherung beauftragten Handwerker halt ;-)
Post by Volker Neurath
Und Leckage-Suchgerät für Wasserrohrbrüche? Was, bitte, soll das
sein?
http://trotec.de/leckageortung/index.html?adword=g_leckortung
Post by Volker Neurath
Post by Marianne Bloss
welches Material sollte es sein? Käme nicht PE in Frage?
Kunststoff, genau. Am sinnvollsten ist *meiner* Meinung nach ein "Rohr
im rohr" System.
Das werde ich denen vorschlagen. Mal sehen wie sie reagieren... Danke dir.

Gruß
Marianne
Maik Koenig
2006-06-18 18:39:32 UTC
Post by Volker Neurath
Sorry, aber: die *Versicherung* sucht nichts und tauscht auch nichts
aus. Und Leckage-Suchgerät für Wasserrohrbrüche? Was, bitte, soll das
sein?
Grundsätzlich ein grosses Mikrofon das man auf den Fussboden stellt
bzw an die Wand legt. Wenn man nun noch einen Kompressor anschliesst
damit statt Wasser ein Wasser/Luftgemisch aus dem Loch kommt, dann
lässt sich das bis auf wenige Dezimeter genau lokalisieren.
Post by Volker Neurath
Post by Marianne Bloss
Ob es wohl Sinn macht, der Allianz vorzuschlagen, gleich alle
Leitungen auszutauschen, um einem weiteren Schaden vorzubeugen,
Kannst es versuchen.
Jau. Bezahlen wird die Versicherung das aber wohl nicht.
Post by Volker Neurath
Post by Marianne Bloss
welches Material sollte es sein? Käme nicht PE in Frage? Danke für
Kunststoff, genau. Am sinnvollsten ist *meiner* Meinung nach ein "Rohr
im rohr" System.
Diese "Rohr in Rohr"-Systeme haben keinerlei Vorteile gegenüber einem
normalen Kunststoffrohr. Die Behauptung der Hersteller, man könnte das
Rohr durch den Umschlauch ziehen ist schon bei einem einzigen scharfen
90°-Winkel Blödsinn. Und Schallschutz geht mit simpler 9mm Isolierung
oder schlicht mit überklebtem Filz genauso.

Greetz,
MK
--
Die eMail funzt, kann aber manchmal spinnen. Dann das Ganze an gmx.de
'kill me, that's just annoying, look at my friend oddly, I'll wear
your guts for garters.'
Marianne Bloss
2006-06-18 18:53:27 UTC
Post by Maik Koenig
Diese "Rohr in Rohr"-Systeme haben keinerlei Vorteile gegenüber einem
normalen Kunststoffrohr. Die Behauptung der Hersteller, man könnte das
Rohr durch den Umschlauch ziehen ist schon bei einem einzigen scharfen
90°-Winkel Blödsinn. Und Schallschutz geht mit simpler 9mm Isolierung
oder schlicht mit überklebtem Filz genauso.
Da hab ich jetzt mal gegoogelt und auch nichts gefunden, außer dass das
Rohr-in-Rohr-System wohl eher bei Heizungsleitungen zum Einsatz kommt. Die
Kunststoffrohre bezeichnet Wikipedia als wartungsfrei, sagt aber nichts über
die Lebensdauer aus.

Gruß
Marianne
Maik Koenig
2006-06-18 19:22:07 UTC
Post by Marianne Bloss
Post by Maik Koenig
Diese "Rohr in Rohr"-Systeme haben keinerlei Vorteile gegenüber einem
normalen Kunststoffrohr. Die Behauptung der Hersteller, man könnte das
Rohr durch den Umschlauch ziehen ist schon bei einem einzigen scharfen
90°-Winkel Blödsinn. Und Schallschutz geht mit simpler 9mm Isolierung
oder schlicht mit überklebtem Filz genauso.
Da hab ich jetzt mal gegoogelt und auch nichts gefunden, außer dass das
Rohr-in-Rohr-System wohl eher bei Heizungsleitungen zum Einsatz kommt.
Nope. Such mal nach "Sanfix" oder "Sanipex", beides sind Markennamen
für diese RIR-Systeme. Hersteller sind Viega bzw JRG. Die werden
hauptsächlich für Sanitär-Installation benutzt, allerdings gibt es von
Sanfix inzwischen ein Verbundrohrsystem, welches auch für Heizung
vielfach eingesetzt wird. "Sanfix therm" heisst das imho.
Post by Marianne Bloss
Die
Kunststoffrohre bezeichnet Wikipedia als wartungsfrei, sagt aber nichts über
die Lebensdauer aus.
Die Hersteller sprechen von 50 Jahren. Das Problem mit der Aussage ist
natürlich, dass dies mit Laborhilfen festgelegt wurde. Die Rohre gibt
es ja erst seit 15 oder 20 Jahren. Und z.B. die alten Messingverbinder
von Sanfix sind teilweise schon nach 5 Jahren so verrostet gewesen,
dass die Rohre wegrissen. Seit dem das bekannt ist, wird da Rotguss
genommen, das hält.

Wartungsfrei sind die Rohre insofern, als dass sie sich nichtmehr
zusetzen wie die alten verzinkten Stahlrohre das gerne tun. Auch das
Problem mit dem Lochfrass wie bei Kupfer gibt es bei Kunststoff nicht
mehr.

Verbundrohre (meistens Kunstsoff - Aluminium - Kunstsoff) sind Stand
der Technik, aber das waren Kupfer bzw die verzinkten Stahlrohre zu
ihrer Zeit halt auch :). Wirklich sicher kann man sich da nie sein.


Greetz,
MK
--
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Marianne Bloss
2006-06-18 20:09:51 UTC
Post by Maik Koenig
Such mal nach "Sanfix" oder "Sanipex", beides sind Markennamen
für diese RIR-Systeme. Hersteller sind Viega bzw JRG.
In einer Baubeschreibung für eine Einfamilienhaus-Anlage, die ich gefunden
habe, heißt es, dass die Anschlüsse für einzelne Anlagen mit diesem System
ausgeführt werden, wohl aus Schallschutzgründen. Das Leitungsnetz selbst
wird aber mit Metallrohren ausgeführt. Da glaube ich nicht, dass unsere
Versicherung ein so teures Leitungsnetz zugesteht.
Post by Maik Koenig
Post by Marianne Bloss
Die
Kunststoffrohre bezeichnet Wikipedia als wartungsfrei, sagt aber
nichts über die Lebensdauer aus.
Die Hersteller sprechen von 50 Jahren. Das Problem mit der Aussage ist
natürlich, dass dies mit Laborhilfen festgelegt wurde. Die Rohre gibt
es ja erst seit 15 oder 20 Jahren. Und z.B. die alten Messingverbinder
von Sanfix sind teilweise schon nach 5 Jahren so verrostet gewesen,
dass die Rohre wegrissen. Seit dem das bekannt ist, wird da Rotguss
genommen, das hält.
Ein Vorteil ist, dass das Material umweltfreundlich ist und recycled werden
kann. Die Kupfervorräte gehen ja zur Neige. Fragt sich nur, ob man in ein
bestehendes Kupfernetz Kunststoffrohre integrieren kann. Wahrscheinlich
nicht.
Post by Maik Koenig
Wartungsfrei sind die Rohre insofern, als dass sie sich nichtmehr
zusetzen wie die alten verzinkten Stahlrohre das gerne tun. Auch das
Problem mit dem Lochfrass wie bei Kupfer gibt es bei Kunststoff nicht
mehr.
Lochfrass könnte bei uns in Frage kommen, da dieses Bad nicht ständig
genutzt wird.
Post by Maik Koenig
Verbundrohre (meistens Kunstsoff - Aluminium - Kunstsoff) sind Stand
der Technik, aber das waren Kupfer bzw die verzinkten Stahlrohre zu
ihrer Zeit halt auch :). Wirklich sicher kann man sich da nie sein.
Vielen Dank für deine ausführlichen Informationen.

Gruß
Marianne
Maik Koenig
2006-06-18 20:50:46 UTC
Post by Marianne Bloss
In einer Baubeschreibung für eine Einfamilienhaus-Anlage, die ich gefunden
habe, heißt es, dass die Anschlüsse für einzelne Anlagen mit diesem System
ausgeführt werden, wohl aus Schallschutzgründen.
Eher weil man unter Putz heute bei Wasserleitungen kein Metall mehr
nimmt, egal ob nun NiRosta oder Kupfer. Man versucht das wenn es
irgendwie geht zu vermeiden.
Post by Marianne Bloss
Das Leitungsnetz selbst
wird aber mit Metallrohren ausgeführt. Da glaube ich nicht, dass unsere
Versicherung ein so teures Leitungsnetz zugesteht.
Deine Versicherung wird sich ohnehin weigern, im Voraus Leitungen
austauschen zu lassen. Vorsorgemaßnahmen sind eher selten zu bekommen.
Post by Marianne Bloss
Ein Vorteil ist, dass das Material umweltfreundlich ist und recycled werden
kann. Die Kupfervorräte gehen ja zur Neige.
Ähm. Kunststoffe werden aus Erdöl gemacht. Die Ölvorrate gehen nicht
zur Neige, oder wie soll ich das nun deuten? Recyclebar ist Kupfer
sogar noch einfacher als Kunststoff.
Post by Marianne Bloss
Fragt sich nur, ob man in ein
bestehendes Kupfernetz Kunststoffrohre integrieren kann. Wahrscheinlich
nicht.
Doch, ohne Probleme. Und langsam kommt mir das Gefühl, du bist ein Troll.
Post by Marianne Bloss
Post by Maik Koenig
Wartungsfrei sind die Rohre insofern, als dass sie sich nichtmehr
zusetzen wie die alten verzinkten Stahlrohre das gerne tun. Auch das
Problem mit dem Lochfrass wie bei Kupfer gibt es bei Kunststoff nicht
mehr.
Lochfrass könnte bei uns in Frage kommen, da dieses Bad nicht ständig
genutzt wird.
Lochfrass hat mit der Menge der Nutzung wenig bis gar nichts zu tun.
Der tritt bei weniger Nutzung genauso auf wie bei extremer Vielnutzung.

Greetz,
MK
--
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Marianne Bloss
2006-06-18 21:51:45 UTC
Maik Koenig schrieb
Post by Maik Koenig
Deine Versicherung wird sich ohnehin weigern, im Voraus Leitungen
austauschen zu lassen. Vorsorgemaßnahmen sind eher selten zu bekommen.
Glaube ich auch, aber in dieser NG schrieb jemand vor einem Jahr, er habe
bei einem Wasserrohrbruch eine solche Lösung mit seiner Versicherung
Post by Maik Koenig
Ähm. Kunststoffe werden aus Erdöl gemacht. Die Ölvorrate gehen nicht
zur Neige, oder wie soll ich das nun deuten?
Mein Fehler, dass ich da jetzt nicht daran gedacht habe.
Post by Maik Koenig
Lochfrass hat mit der Menge der Nutzung wenig bis gar nichts zu tun.
Der tritt bei weniger Nutzung genauso auf wie bei extremer
Vielnutzung.
Mag sein, aber hier steht:

http://www.kupfer.de/wissenswertes/glossar.html

Zitat: Störende Einflüsse können Kohlenstoff- und Oxidfilme sein sowie
Stillstandszeiten zwischen Befüllen der Anlage und dem regelmäßigen Betrieb,

Gruß
Marianne
news
2006-06-19 01:52:30 UTC
Ist das nicht ein bißchen verkehrt. Schadensmeldung an die Versicherung und
Kostenvoranschlag von der entsprechenden Fa, die Rohrbrüche repariert.Nicht
vergessen, sich gut beraten zu lassen und den Schaden beheben. Gutachter
kann hinzugezogen werden.

Grüße Peter
Post by Marianne Bloss
Im Haus meiner Mutter ist ein Wasserrohrbruch im Bad aufgetreten, schon zum
zweiten Mal. Morgen früh werden wir die Versicherung verständigen, die
schicken dann jemanden mit einem Leckage-Suchgerät und tauschen die Leitung
aus. Die Warmwasserleitungen aus Kupfer wurden ~1978 verlegt, und der
Installateur, der sich heute schon gemeldet hat, sagte, dass zu dieser Zeit
schadhaftes Material zum Einsatz gekommen sei.
Ob es wohl Sinn macht, der Allianz vorzuschlagen, gleich alle Leitungen
auszutauschen, um einem weiteren Schaden vorzubeugen, und welches Material
sollte es sein? Käme nicht PE in Frage? Danke für Infos.
Gruß
Marianne
Jochen Kriegerowski
2006-06-19 05:10:39 UTC
Post by Marianne Bloss
Ein Vorteil ist, dass das Material umweltfreundlich ist und recycled werden
kann.
Und Kupfer nicht?
Metalle lassen sich deutlich besser recyceln als fast alles andere.

Gruß
Jochen
Maik Koenig
2006-06-19 06:48:55 UTC
Post by Marianne Bloss
Zitat: Störende Einflüsse können Kohlenstoff- und Oxidfilme sein sowie
Stillstandszeiten zwischen Befüllen der Anlage und dem regelmäßigen Betrieb,
Können. Dazu gehört - inzwischen verbotenes - Hartlöten bei
CU-Leitungen für Sanitärnutzung, nicht ausgespülte Leitungen in denen
sich Sandkörner fest gesetzt haben, schlechtes Material (meistens
schlicht Ausrede des Klempners der den Rohrbruch beheben muss) etc etc
etc.

Sorry, aber die Aussage, Stillstandszeiten seien irgendwie an
Rohrbrüchen bei Kupferrohr in mehr als minimaler Randerscheinung
beteiligt ist schlicht übertrieben bis falsch.

Der Hauptgrund ist entweder Verwendung von WiCu-Rohr oder gleich das
Hartlöten von CU. Hinzu kommt da dann meistens das nicht anständige
Ausspülen nach Inbetriebnahme, so dass im Rohbau unvermeidlicher
Schmutz sich in den Wänden festsetzen konnte.

Greetz,
MK
--
Die eMail funzt, kann aber manchmal spinnen. Dann das Ganze an gmx.de
'kill me, that's just annoying, look at my friend oddly, I'll wear
your guts for garters.'
Josef Fischer
2006-06-19 08:16:14 UTC
x-no-archive: yes
Post by Jochen Kriegerowski
Post by Marianne Bloss
Ein Vorteil ist, dass das Material umweltfreundlich ist und recycled werden
kann.
Und Kupfer nicht?
Metalle lassen sich deutlich besser recyceln als fast alles andere.
Schon. Aber es kann sein, dass für Rohre aus Recycling-Kupfer mehr Erdöl
bzw. Energie aufgewendet wurde als die Kunststoffrohre samt den
Erdölprodukten, aus denen sie bestehen, benötigen.
Ernst Keller
2006-06-19 09:34:32 UTC
Post by Maik Koenig
Post by Volker Neurath
Post by Marianne Bloss
Ob es wohl Sinn macht, der Allianz vorzuschlagen, gleich alle
Leitungen auszutauschen, um einem weiteren Schaden vorzubeugen,
Kannst es versuchen.
Jau. Bezahlen wird die Versicherung das aber wohl nicht.
Ev. doch, weil es sie ev. billiger kommt als immer wieder neue Schäden zu
bezahlen.
Post by Maik Koenig
Post by Volker Neurath
Post by Marianne Bloss
welches Material sollte es sein? Käme nicht PE in Frage? Danke für
Kunststoff, genau. Am sinnvollsten ist *meiner* Meinung nach ein "Rohr
im rohr" System.
Siehe unter Wasserleitungssanierung, ist aber teuer und sollte gleich fürs
ganze Haus gemacht werden. Das Leitungssystem wird gereinigt und anschliessend
wird ein spezieller KS reingespritzt wodurch sich an der Innenwand eine
KS-Schicht bildet. Falls nach der Reinigung allerdings grössere Löcher
vorhanden sind kann es sein dass es nicht funktioniert.

Ernst
--
Was ist TOFU? Wieso finden die anderen meine Artikel schwer zu lesen?
TOFU steht für "Text Oben, Fullquote Unten". Das ist eine Unart, die einen
nicht nur in dieser Newsgroup, sondern im ganzen Netz unbeliebt macht.
Lies "Wie zitiere ich im Usenet?": http://www.afaik.de/usenet/faq/zitieren/.
Wilm Erning
2006-06-19 13:27:52 UTC
Moin!

On Sun, 18 Jun 2006 22:50:46 +0200, Maik Koenig
Post by Maik Koenig
Eher weil man unter Putz heute bei Wasserleitungen kein Metall mehr
nimmt, egal ob nun NiRosta oder Kupfer. Man versucht das wenn es
irgendwie geht zu vermeiden.
Unsinn. Schlicht Unsinn.
Post by Maik Koenig
Lochfrass hat mit der Menge der Nutzung wenig bis gar nichts zu tun.
Der tritt bei weniger Nutzung genauso auf wie bei extremer Vielnutzung.
Das ist auch leider so stark vereinfacht, dass es nur noch falsch ist.

Vielleicht solltest Du mal Deine Beratungstätigkeit überdenken. In
diesem Thread hast Du maximal reichlich verwirrendes geschrieben.

Wilm
Wilm Erning
2006-06-19 13:30:22 UTC
Moin!

On Mon, 19 Jun 2006 11:34:32 +0200, Ernst Keller
Post by Ernst Keller
Siehe unter Wasserleitungssanierung, ist aber teuer und sollte gleich fürs
ganze Haus gemacht werden. Das Leitungssystem wird gereinigt und anschliessend
wird ein spezieller KS reingespritzt wodurch sich an der Innenwand eine
KS-Schicht bildet. Falls nach der Reinigung allerdings grössere Löcher
vorhanden sind kann es sein dass es nicht funktioniert.
Das ist teuer und höchst fragwürdig. Die verwendeten Materialiebn und
verfahren sind nicht zugelassen und daher nach TrinkWV nicht erlaubt.
Zudem in Kupfer nicht wirklich sinnvoll. Ich würde den Unternehmer
stets nach seiner DVGW-Zulassung fragen. Wenn er die nicht hat (Nach W
545), würde ich ihn keinesfalls beauftragen.

Wilm
Maik Koenig
2006-06-19 10:41:29 UTC
Post by Ernst Keller
Post by Maik Koenig
Jau. Bezahlen wird die Versicherung das aber wohl nicht.
Ev. doch, weil es sie ev. billiger kommt als immer wieder neue Schäden zu
bezahlen.
Nein. Im Kleingedruckten von Gebäudeversicherungen steht meistens,
dass beide Parteien nach Regulierung eines Schadens kündigen können.
Das heisst letztlich nichts anderes, als dass die Versicherung den
Vertrag kündigt wenn sich die Schäden häufen. Sie wird natürlich den
aktuellen Schaden begleichen, aber das wars dann halt. Und dann eine
neue finden ist nicht einfach, meistens geht das dann nur mit
Selbstbeteiligung im Schadensfall.

Greetz,
MK
--
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your guts for garters.'
Christoph. Hensel
2006-06-19 13:49:57 UTC
Post by Wilm Erning
Moin!
On Sun, 18 Jun 2006 22:50:46 +0200, Maik Koenig
Post by Maik Koenig
Eher weil man unter Putz heute bei Wasserleitungen kein Metall mehr
nimmt, egal ob nun NiRosta oder Kupfer. Man versucht das wenn es
irgendwie geht zu vermeiden.
Unsinn. Schlicht Unsinn.
So unsinnig ist es nicht. Cu hat in vielen Teilen erhebliche Probleme
auf Grund des Ph-Werrtes des Wassers.
Meist wird Kunststoffleitung verbaut. Für bestimmte Anwendungen jedoch
auch Edelstahl.
Gruß
Christoph
Maik Koenig
2006-06-19 13:48:20 UTC
Post by Wilm Erning
Moin!
On Mon, 19 Jun 2006 11:34:32 +0200, Ernst Keller
Post by Ernst Keller
Siehe unter Wasserleitungssanierung, ist aber teuer und sollte gleich fürs
ganze Haus gemacht werden. Das Leitungssystem wird gereinigt und anschliessend
wird ein spezieller KS reingespritzt wodurch sich an der Innenwand eine
KS-Schicht bildet. Falls nach der Reinigung allerdings grössere Löcher
vorhanden sind kann es sein dass es nicht funktioniert.
Das ist teuer und höchst fragwürdig. Die verwendeten Materialiebn und
verfahren sind nicht zugelassen und daher nach TrinkWV nicht erlaubt.
Ich weiss, dass es ein solches, nach DVGW zugelassenes Verfahren für
Gasleitungen gibt. Nun sind die mit 20mbar natürlich innerhalb eines
EFH vollkommen anderen Belastungen ausgesetzt, aber kannst Du belegen,
dass dies für Wasserleitungen nicht zugelassen ist? Quelle?
Post by Wilm Erning
Zudem in Kupfer nicht wirklich sinnvoll. Ich würde den Unternehmer
stets nach seiner DVGW-Zulassung fragen. Wenn er die nicht hat (Nach W
545), würde ich ihn keinesfalls beauftragen.
Der Unternehmer wird seine Zulassung ohne Zweifel haben. Ob das
Verfahren sie auch hat ist davon unabhängig.

Greetz,
MK
--
Die eMail funzt, kann aber manchmal spinnen. Dann das Ganze an gmx.de
'kill me, that's just annoying, look at my friend oddly, I'll wear
your guts for garters.'
Maik Koenig
2006-06-19 13:45:22 UTC
Wilm Erning schrieb:

[Gemecker ohne Argumente dagegen]

Niedlich.

Greetz,
MK
--
Die eMail funzt, kann aber manchmal spinnen. Dann das Ganze an gmx.de
'kill me, that's just annoying, look at my friend oddly, I'll wear
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