Discussion:
Holztür wetterfest verkleben
(zu alt für eine Antwort)
Bernd Lammer
2013-07-11 08:29:48 UTC
Permalink
Hallo,

ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?


Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht. Selbst D4-Leim soll vor
direkter Bewitterung geschützt werden.

Epoxy wäre eine Alternative, aber das wird später nahezu glashart,
sodass es die Bewegungen des Holzes nicht mitmacht. Epoxy selbst wird
halten, aber da es auf viele Jahre/Jahrzehnte halten soll, vermute ich,
dass sich irgendwann das Epoxy vom Holz lösen wird.

Bei der Internetrecherche bin ich auf "Pattex 100%" gestoßen.
Wenn man der Beschreibung glauben darf, dann könnte man 99% aller
anderen Kleber abschaffen, denn das Zeug soll fast alles verkleben
können. Allerdings soll das UHU-Alleskleber auch können und der kann
meiner Meinung nach nix :-)
Pattex 100% soll aber elastisch sein, für einen großen Temperaturbereich
geeignet sein und auch noch vollkommen wetterfest sein. Zumindest steht
im TM nichts von notwendigen Farben auf den Klebefugen.


Da ich das Zeug nicht kenne, würde ich gerne von euch wissen, ob das für
meine Zwecke gut geeignet wäre.
Der Kleber sollte wie Holzleim leicht in das Holz eindringen und somit
verhindern, dass er sich einfach oberflächlich löst.
Die Klebekraft auf Holz sollte der von Holzleim entsprechen.
Im TM steht 2-4 N/mm².
Bei Holzleimen wird immer nur auf D2 oder D3 verweisen, aber ich habe
keine Info gefunden, welcher Klebekraft das entspricht.


Wofür ich es brauche:
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
--
Bernd
Theodor.Hellwald
2013-07-11 08:41:07 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Hallo,
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht. Selbst D4-Leim soll vor
direkter Bewitterung geschützt werden.
Epoxy wäre eine Alternative, aber das wird später nahezu glashart,
sodass es die Bewegungen des Holzes nicht mitmacht. Epoxy selbst wird
halten, aber da es auf viele Jahre/Jahrzehnte halten soll, vermute ich,
dass sich irgendwann das Epoxy vom Holz lösen wird.
Bei der Internetrecherche bin ich auf "Pattex 100%" gestoßen.
Wenn man der Beschreibung glauben darf, dann könnte man 99% aller
anderen Kleber abschaffen, denn das Zeug soll fast alles verkleben
können. Allerdings soll das UHU-Alleskleber auch können und der kann
meiner Meinung nach nix :-)
Pattex 100% soll aber elastisch sein, für einen großen Temperaturbereich
geeignet sein und auch noch vollkommen wetterfest sein. Zumindest steht
im TM nichts von notwendigen Farben auf den Klebefugen.
Da ich das Zeug nicht kenne, würde ich gerne von euch wissen, ob das für
meine Zwecke gut geeignet wäre.
Der Kleber sollte wie Holzleim leicht in das Holz eindringen und somit
verhindern, dass er sich einfach oberflächlich löst.
Die Klebekraft auf Holz sollte der von Holzleim entsprechen.
Im TM steht 2-4 N/mm².
Bei Holzleimen wird immer nur auf D2 oder D3 verweisen, aber ich habe
keine Info gefunden, welcher Klebekraft das entspricht.
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Nimm Karosserieklebstoff den die z.B. beim zusammenfügen von Kotflügel
und Karosse dazwischenspritzen. Das Zeug hält ewig und drei Tage. :-)
MfG theo
Bernd Lammer
2013-07-11 09:45:07 UTC
Permalink
Post by Theodor.Hellwald
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Nimm Karosserieklebstoff den die z.B. beim zusammenfügen von Kotflügel
und Karosse dazwischenspritzen. Das Zeug hält ewig und drei Tage. :-)
Das Zeug ist doch meistens pastös und dringt daher nicht ins Holz ein,
was meiner Meinung nach aber notwendig wäre, da sich das Holz sonst nach
einiger Zeit einfach seiner obersten Schicht entledigt und dann ein
Spalt entsteht.
--
Bernd
Theodor.Hellwald
2013-07-11 13:10:24 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Post by Theodor.Hellwald
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Nimm Karosserieklebstoff den die z.B. beim zusammenfügen von Kotflügel
und Karosse dazwischenspritzen. Das Zeug hält ewig und drei Tage. :-)
Das Zeug ist doch meistens pastös und dringt daher nicht ins Holz ein,
was meiner Meinung nach aber notwendig wäre, da sich das Holz sonst nach
einiger Zeit einfach seiner obersten Schicht entledigt und dann ein
Spalt entsteht.
Nun, bei den Autos die ich kenne hält das wie Teufel und Eisenblech
rostet auch und versucht sich der Schicht zu entledigen. ;-) Holz stösst
nicht so einfach Schichten ab. Es sei denn es verfault.... MfG theo
Gerd Kluger
2013-07-11 09:10:04 UTC
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Post by Bernd Lammer
Hallo,
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht. Selbst D4-Leim soll vor
direkter Bewitterung geschützt werden.
Epoxy wäre eine Alternative, aber das wird später nahezu glashart,
sodass es die Bewegungen des Holzes nicht mitmacht. Epoxy selbst wird
halten, aber da es auf viele Jahre/Jahrzehnte halten soll, vermute ich,
dass sich irgendwann das Epoxy vom Holz lösen wird.
Bei der Internetrecherche bin ich auf "Pattex 100%" gestoßen.
Wenn man der Beschreibung glauben darf, dann könnte man 99% aller
anderen Kleber abschaffen, denn das Zeug soll fast alles verkleben
können. Allerdings soll das UHU-Alleskleber auch können und der kann
meiner Meinung nach nix :-)
Pattex 100% soll aber elastisch sein, für einen großen Temperaturbereich
geeignet sein und auch noch vollkommen wetterfest sein. Zumindest steht
im TM nichts von notwendigen Farben auf den Klebefugen.
Da ich das Zeug nicht kenne, würde ich gerne von euch wissen, ob das für
meine Zwecke gut geeignet wäre.
Der Kleber sollte wie Holzleim leicht in das Holz eindringen und somit
verhindern, dass er sich einfach oberflächlich löst.
Die Klebekraft auf Holz sollte der von Holzleim entsprechen.
Im TM steht 2-4 N/mm².
Bei Holzleimen wird immer nur auf D2 oder D3 verweisen, aber ich habe
keine Info gefunden, welcher Klebekraft das entspricht.
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Ich informier mich ja auch regelmäßig genauestens, lese Datenblätter
usw., aber das toppt irgendwie alles.
Ich würde noch ne Dissertation draus machen, wie ich ne Leiste in der
Größe eines Kienspans am besten an eine Gartentür pappe.

SCNR
Gerd

PS: haben wir überhaupt die Auswahl der Holzart schon ausreichend
beleuchtet?
Martin Τrautmann
2013-07-11 09:36:04 UTC
Permalink
Post by Gerd Kluger
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Ich informier mich ja auch regelmäßig genauestens, lese Datenblätter
usw., aber das toppt irgendwie alles.
Ich würde noch ne Dissertation draus machen, wie ich ne Leiste in der
Größe eines Kienspans am besten an eine Gartentür pappe.
Das ist tatsächlich Kienspangröße - und wenn man eine solche Fehlstelle
in der Haustüre hat, dann bemerkt man das schon sehr deutlich.

Die Frage ist daher IMHO vollkommen berechtigt.

Ich würde 2K-Kleber nehmen - einen, der noch etwas elastischer bleibt.
UV-Stabilität könnte problematisch sein. Dünnschichtlasur hilft da nur
wenig.

Schönen Gruß
Martin
Bernd Lammer
2013-07-11 09:48:55 UTC
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Post by Martin Τrautmann
Post by Gerd Kluger
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
Ich informier mich ja auch regelmäßig genauestens, lese Datenblätter
usw., aber das toppt irgendwie alles.
Ich würde noch ne Dissertation draus machen, wie ich ne Leiste in der
Größe eines Kienspans am besten an eine Gartentür pappe.
Das ist tatsächlich Kienspangröße - und wenn man eine solche Fehlstelle
in der Haustüre hat, dann bemerkt man das schon sehr deutlich.
Ich wollte das OP nicht noch mehr aufblähen. Es ist eine Fehlstelle im
Festfeld einer Haustüranlage. Dieses Stück ist aber genauso aufgebaut,
wie ein Fenster oder eben eine Haustür.
Post by Martin Τrautmann
Ich würde 2K-Kleber nehmen - einen, der noch etwas elastischer bleibt.
UV-Stabilität könnte problematisch sein. Dünnschichtlasur hilft da nur
wenig.
Ich hätte nix dagegen, aber welcher 2k-Kleber bleibt anschließend
elastisch? Ich kenne nur Epoxy und Phenolharz. Beides wird nachher
knochenhart.

Die PU-Kleber, die ich gefunden habe, dürfen allesamt nicht voll
bewittert werden.
Deswegen klingt die Beschreibung Pattex 100% so interessant. :)
--
Bernd
Martin Τrautmann
2013-07-11 09:57:21 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Post by Martin Τrautmann
Ich würde 2K-Kleber nehmen - einen, der noch etwas elastischer bleibt.
UV-Stabilität könnte problematisch sein. Dünnschichtlasur hilft da nur
wenig.
Ich hätte nix dagegen, aber welcher 2k-Kleber bleibt anschließend
elastisch? Ich kenne nur Epoxy und Phenolharz. Beides wird nachher
knochenhart.
Mein Standardkleber ist der Uhu Endfest 300 - nicht wirklich elastisch.
Vielleicht ist der Uhu plus Acrylit besser geeignet, der wird speziell
für Modellbau als vibrationsfest beworben.

Schönen Gruß
Martin
Bernd Lammer
2013-07-11 10:11:30 UTC
Permalink
Post by Martin Τrautmann
Post by Bernd Lammer
Post by Martin Τrautmann
Ich würde 2K-Kleber nehmen - einen, der noch etwas elastischer bleibt.
UV-Stabilität könnte problematisch sein. Dünnschichtlasur hilft da nur
wenig.
Ich hätte nix dagegen, aber welcher 2k-Kleber bleibt anschließend
elastisch? Ich kenne nur Epoxy und Phenolharz. Beides wird nachher
knochenhart.
Mein Standardkleber ist der Uhu Endfest 300 - nicht wirklich elastisch.
Vielleicht ist der Uhu plus Acrylit besser geeignet, der wird speziell
für Modellbau als vibrationsfest beworben.
Das Zeug erinnert mich an Pattex Stabilit. Das ist afaik noch härter und
unelastischer als typisches Modellbauepoxy.

5-Minuten-Epoxy, Uhu Endfest und Injektionsharz hätte ich hier, aber das
wird alles sehr hart und hat eine recht hohe Viskosität, sodass es
vermutlich nicht gut ins Holz eindringt.
--
Bernd
Ralph Aichinger
2013-07-11 09:16:45 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Warum nicht einfach Nägel oder Schrauben zusätzlich zum Leim?

/ralph
Bernd Lammer
2013-07-11 09:50:55 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Bernd Lammer
An einem Holzrahmen ist ein Stück (12x3x1cm) weggegammelt. Das habe ich
heraus gefräst und gestemmt und ein passendes Stück Holz geschnitten und
geschliffen, welches ich nun in die Fehlstelle kleben möchte.
Warum nicht einfach Nägel oder Schrauben zusätzlich zum Leim?
Sieht sch... aus :-)

Wenn die Witterung den Leim fertig macht, dann würden zwar die Schrauben
das Stück noch am Platz halten, aber das Wasser würde in den Spalten
arbeiten.
--
Bernd
Ralph Aichinger
2013-07-11 10:07:00 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Wenn die Witterung den Leim fertig macht, dann würden zwar die Schrauben
das Stück noch am Platz halten, aber das Wasser würde in den Spalten
arbeiten.
Naja, man kann es auch übertreiben. Ich hab eine Badehütte
die direkt *über* einem See steht (auf Piloten, Pfahlbau),
und die dort sehr feucht und exponiert ist. Fakt ist: So
schnell löst sich Holz nicht auf, auch dann nicht, wenn
es richtig feucht wird. Lieber mal alle 20 Jahre was dran
machen, als "für die Ewigkeit" bauen, die dann sowieso
meist nicht eintritt.

Ich halte es da mit John Maynard Keynes: "In the long run, we are
all dead".

/ralph
Bernd Lammer
2013-07-11 10:20:28 UTC
Permalink
Post by Ralph Aichinger
Post by Bernd Lammer
Wenn die Witterung den Leim fertig macht, dann würden zwar die Schrauben
das Stück noch am Platz halten, aber das Wasser würde in den Spalten
arbeiten.
Naja, man kann es auch übertreiben. Ich hab eine Badehütte
die direkt *über* einem See steht (auf Piloten, Pfahlbau),
und die dort sehr feucht und exponiert ist. Fakt ist: So
schnell löst sich Holz nicht auf, auch dann nicht, wenn
es richtig feucht wird. Lieber mal alle 20 Jahre was dran
machen, als "für die Ewigkeit" bauen, die dann sowieso
meist nicht eintritt.
Ich weiß nicht, was eine Badehütte ist, aber ich vermute, dass es da
wenig Teile gibt, die maßhaltig sein müssen.
Bei der Türanlage hier sind Glasscheiben eingesetzt. Das Holz darf nicht
zu stark arbeiten, und das Silikon muss dicht bleiben.
Genau an der betroffenen Stelle kommt besonders viel Wasser hin und ab
15 Uhr auch Sonne.
Und ich weiß nicht, ob ich in 20 Jahren noch auf den Knien rumkriechen
kann, um dann in Zwangshaltung auf 15 cm über dem Boden einen Fräser
sauber zu führen, um wieder ein Stück einsetzen zu können.
Wenn es jetzt mit einem abartigen Kleber dauerhaft versiegelbar ist,
dann mache ich das doch lieber.
Post by Ralph Aichinger
Ich halte es da mit John Maynard Keynes: "In the long run, we are
all dead".
Bis dahin hätte ich aber gern trockene und warme Füße :-)
--
Bernd
Holger Issle
2013-07-11 09:21:50 UTC
Permalink
On Thu, 11 Jul 2013 10:29:48 +0200, Bernd Lammer wrote:

Laut Zimmereibetrieb ums Eck ist für diesen Fall
Post by Bernd Lammer
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
...
Post by Bernd Lammer
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
ein PU-Kleber der richtige. So einer hält seit deutlich mehr als 5
Jahren meinen Zaun und Gartentisch zusammen, ohne
Auflösungserscheinungen zu zeigen.

PU Kleber ist Schaum des Grauens (eine Art Bauschaum), man muß beim
Einbau einigermaßen aufpassen, und das Holz muß feucht sein damit das
funktioniert.
--
Ciao,
Holger (GUS-KOTAL, GUS#1100, GRR#51)

90-92 Honda CB400 10 Mm | 93-95 Yamaha TDM 850 26 Mm
95-97 KTM 620 LC4 13 Mm | seit 97 BMW R1100GS 81 Mm (Die Renndrecksau!)

cu @ http://www.issle.de
Bernd Lammer
2013-07-11 09:56:07 UTC
Permalink
Post by Holger Issle
Laut Zimmereibetrieb ums Eck ist für diesen Fall
Post by Bernd Lammer
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
...
Post by Bernd Lammer
Da soll anschließend Dünnschichtlasur drüber und es befindet sich an
einer Stelle mit hoher Wasserbelastung (Wetterseite, knapp über Boden).
ein PU-Kleber der richtige. So einer hält seit deutlich mehr als 5
Jahren meinen Zaun und Gartentisch zusammen, ohne
Auflösungserscheinungen zu zeigen.
PU Kleber ist Schaum des Grauens (eine Art Bauschaum), man muß beim
Einbau einigermaßen aufpassen, und das Holz muß feucht sein damit das
funktioniert.
Das hatte ich auch angenommen, aber die Beschreibungen zu PUR-Leim lesen
sich anders.
Z.B.
http://www.henkel.de/marken-12245.htm?countryCode=de&BU=cons_crafts&parentredDotUID=0000000KFA&redDotUID=000000PLIV&param1=documents#tabs

Wasserfest nach D4.
D4 heißt aber, dass es nicht voll bewittert werden darf.

Im TM steht es auch ausdrücklich:
http://deweb02.henkel.com/henkel/adhesives/tm_acd.nsf/tmviewde/PUR12
--
Bernd
heinz tauer
2013-07-11 09:35:38 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Hallo,
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht.
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
--
H.T.
Bernd Lammer
2013-07-11 10:00:16 UTC
Permalink
Post by heinz tauer
Post by Bernd Lammer
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht.
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)

Wasserfest bedeutet nur, dass es sich nicht sofort auflöst. Wenn Wasser
lange einwirken kann, dann lässt die Klebekraft des Leims nach.
Und da die Klebung möglich so lange wie der Rest der Tür halten soll,
und es sehr viel Arbeit war, die Stelle auszufräsen und ein passendes
Stück anzufertigen, möchte ich Kleber haben, zu dem zumindest im
technischen Merkblatt steht, dass er voll bewittert werden darf.
--
Bernd
heinz tauer
2013-07-11 11:10:54 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Post by heinz tauer
Post by Bernd Lammer
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht.
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)
Ein guter Weißleim, z.B.: Ponal dürfte deinen Ansprüchen genügen. Der
ist WETTERFEST.Da verwittert eher dein Holz als der Leim. Ich habe damit
nur gute Erfahrungen gemacht.
--
H.T.
Bernd Lammer
2013-07-11 11:23:15 UTC
Permalink
Post by heinz tauer
Post by Bernd Lammer
Post by heinz tauer
Post by Bernd Lammer
ich möchte Holz im Außenbereich wetterfest verkleben.
Was nimmt man dafür am Besten?
Zuerst dachte ich, man nimmt einfach wasserfesten Holzleim, aber so
richtig wasserfest ist der wohl auch nicht.
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)
Ein guter Weißleim, z.B.: Ponal dürfte deinen Ansprüchen genügen. Der
ist WETTERFEST.Da verwittert eher dein Holz als der Leim. Ich habe damit
nur gute Erfahrungen gemacht.
In den technischen Merkblättern von Ponal wird D3 oder D4 angegeben und
das bedeutet laut Wiki, dass es nicht direkter Bewitterung ausgesetzt
werden darf.

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzleim#Beanspruchungsgruppen
--
Bernd
Jo Warner
2013-07-11 16:27:18 UTC
Permalink
Post by Bernd Lammer
Post by heinz tauer
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)
Produktnamen vergessen, meine Zeit mit eigenem Boot ist eine Weile her,
aber es gibt einen Holzleim auf PU-Basis, der beim Verkleben minimal
aufschäumt und der speziell für den Bootsbaubereich gedacht ist.
Jürgen Exner
2013-07-11 17:02:17 UTC
Permalink
Und wieder mal ein wunderschoenes Beispiel, wie man dank
unterschiedlichem Wortverstaendnis aneinander vorbeireden kann.
Post by Jo Warner
Post by Bernd Lammer
Post by heinz tauer
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Eingeschraenkt richtig. Einfacher Weissleim, z.B. das bekannte Ponal,
loesst sich bei lang anhaltendem Wasserkontakt wieder auf.
Post by Jo Warner
Post by Bernd Lammer
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)
Es gibt aber auch wasserfesten Holzleim, z.B. Ponal Waserfest. Der
sollte fuer den Zweck des OPs ausreichen, denn selbst die Wetterkante
einer Tuer ist nicht staendig nass.
Post by Jo Warner
Produktnamen vergessen, meine Zeit mit eigenem Boot ist eine Weile her,
aber es gibt einen Holzleim auf PU-Basis, der beim Verkleben minimal
aufschäumt und der speziell für den Bootsbaubereich gedacht ist.
Das ist dann aber kein Leim, denn Leime sind per Definition auf
waesseriger Basis. Aber ansonsten hast du Recht: ein PU-Kleber ist
sicherlich die naechst-wasserfeste Stufe nach wasserfestem Holzleim.

Noch wasserfester sind dann Phenol- und Epoxidharz, die dann aber auch
entsprechend noch schwieriger zu verarbeiten sind.

jue
Martin Τrautmann
2013-07-11 17:03:42 UTC
Permalink
Post by Jo Warner
Produktnamen vergessen, meine Zeit mit eigenem Boot ist eine Weile her,
aber es gibt einen Holzleim auf PU-Basis, der beim Verkleben minimal
aufschäumt und der speziell für den Bootsbaubereich gedacht ist.
Der Kleber für Gipsfaserzement-Platten verhält sich so.

Schönen Gruß
Martin
Bernd Lammer
2013-07-20 22:22:47 UTC
Permalink
Post by Jo Warner
Post by Bernd Lammer
Post by heinz tauer
Wenn Holzleim abgebunden hat, ist er wasserfest!
Das stimmt zwar, nur bedeutet wasserfest nicht wasserfest :-)
Produktnamen vergessen, meine Zeit mit eigenem Boot ist eine Weile her,
aber es gibt einen Holzleim auf PU-Basis, der beim Verkleben minimal
aufschäumt und der speziell für den Bootsbaubereich gedacht ist.
Das hört sich nicht schlecht an, sofern das Zeug wirklich wasserfest
ist, und nicht nur kurzzeitig Wasser aushält.
Nachdem, was ich mir so alles angesehen habe, vermute ich aber, dass
richtig wasserfeste Leime 2k-Leime sind und auch nicht ganz billig.
Bei PU habe ich Bedenken wegen der UV-Beständigkeit. Alle PU-Leime und
-Kleber, die ich bisher gesehen habe, sind nicht uv-beständig.

Der einzige Kleber, der für meine Zwecke wirklich problemlos zu sein
scheint, ist dieses Pattex 100%. Ich habe mir inzwischen ein Fläschchen
besorgt und das Stück angeklebt. Vorher hatte ich eine Testklebung mit
zwei kleinen Stücken Dachlatte gemacht.
Also ich muss sagen: "Das klebt" :-)

Das Zeug bleibt zwar ziemlich elastisch, aber da die Klebeschicht recht
dünn ist, sollte das nicht stören.

Und wenn es jetzt auch noch stimmt, dass das Zeug dauerhaft wasserfest
und uv-beständig ist, dann kann eigentlich nix mehr passieren :-)
--
Bernd
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